Mein cooler Caravan

Buchtitel: Mein cooler Campervan.

Buchtitel: Mein cooler Campervan.

Zwei schöne Bücher über schöne Retro-Wohnwagen und Wohnmobile: „Mein cooler Caravan“ und „Mein cooler Campervan“ sind zwei absolut sehenswerte Bildbände mit schönen Kurzgeschichten über die Besitzer der Fahrzeuge. Die beiden Engländer Jane Field-Lewis and Chris Haddon haben damit dem Retro-Style bei Wohnwagen und Wohnmobilen ein Denkmal gesetzt. Fotografiert hat Hilary Walker (Wohnwagen) und Tina Hillier (Wohnmobile).
Beide Bände stammen im Original aus England und sind hier in Deutschland im Knesebeck-Verlag erschienen.

Da ist er nun der zweite Band – diesmal prallvoll gefüllt mit mehr als 30 Wohnmobilen. Hatte ich schon am ersten Teil mit den „wunderbaren Wohnwagen“ meine wahre Freude, ist sie hierbei nicht minder groß. Die beiden Autoren Jane Field-Lewis und Chris Haddon haben mit ihrer Fotografin Tina Hillier wieder ein großartiges Werk vollbracht. Sie sind über 5.500 Kilometer in einem Campingbus unterwegs gewesen und haben besondere Wohnmobile ausfindig gemacht – historische Schätze und individuelle Schmuckstücke. Die Besitzer erzählen Geschichten, wie sie zu den Oldies gekommen sind – und der Leser wünscht sich an den Ort, um die Fahrzeuge selber in Augenschein nehmen zu können. Amerikanische Riesen, wie ein Airstream RV von 1983 werden ebenso vorgestellt wie der obligatorische VW T2, der gleich mehrfach vorkommt. Mein persönliches Highlight ist aber das Kapitel „schräg und schön“, in dem z.B. ein alter Citroen Feuerwehrwagen zum Campingwagen umgebaut vorgestellt wird. Oder der stylische Ginetta Car Camper auf Ford-Basis (Foto).
Beide Bände stammen im Original aus England und sind hier in Deutschland im Knesebeck-Verlag erschienen. Wie schreibt der Verlag so schön? „Dieser Band ist eine Hommage an die Vielfalt schöner Reisegefährte und macht große Lust, einfach einzusteigen und sich treiben zu lassen…“
Dem ist nichts hinzu zu fügen, außer … kaufen, schmökern, träumen.

Jane Field-Lewis, Chris Haddon und Tina Hillier (Fotos)
Mein cooler Caravan
mobil – retro – kultig
Gebunden, 166 Seiten, mit 287 farbigen Abbildungen
Preis € 19,95 [D] / 20,60 [A] / sFr 30,50
ISBN 978-3-86873-418-8
erschienen bei Knesebeck Verlag.
Alle Fotos mit freundlicher Genehmigung des Verlages.

Noch mehr schöne Fotos:

Wer noch mehr Fotos aus dem Buch „Mein cooler Caravan“ sehen möchte, dem sei eine Fotostrecke auf Stern.de empfohlen: http://www.stern.de/auto/news/bildband-mein-cooler-caravan-stilvoll-auf-die-grosse-tour-1859918.html/

Merken

Caravisio – die Zukunft des Wohnwagens?

Der Caravisio.

Der Caravisio. (c) KnausTabbert

Caravisio heißt die Studie des Wohnwagenbauers KnausTabbert zur Zukunft der Wohnwagen. Zum Caravan-Salon in Düsseldorf 2013 wurde er vorgestellt. Der Hänger mutet an wie ein Gefährt aus einer anderen Welt.

Campingurlaub boomt, Reisemobile verkaufen sich wie warme Semmeln (ein Plus von fast 11% neu zugelassener Fahrzeuge 2012 gegenüber dem Vorjahr). Die Caravan-Industrie hat jedoch zu kämpfen, magere 1,8% mehr Neuzulassungen in 2012 gegenüber 2011. Da überrascht es nicht, dass die Hersteller neue Wege gehen oder besser: suchen. KnausTabbert hat sich mit dem Caravisio weit aus dem Fenster gelehnt – und den Nerv der Zeit getroffen. Das futuristisch anmutende Gefährt, von dem es bislang erst einen Prototyp gibt, lässt die Wellen der Begeisterung hoch schlagen und hat bereits eine große Fangemeinde versammelt. Auf dem Caravan-Salon in Düssseldorf hatte dann jeder Gelegenheit, das Gefährt live und in Farbe anzuschauen.

Die Rückseite des Caravisio lässt sich nach hinten öffnen und dient als Veranda.

Die Rückseite des Caravisio lässt sich nach hinten öffnen und dient als Veranda. Foto: Knaus Tabbert

Der Wohnwagen lehnt sich ein wenig an den Aufbau und die Optik einer Yacht an. Im Wagen sind viele interessante Details verbaut, die das Caravaning einfacher und bequemer macht. So sind die Standfüsse automatisch ausfahrbar und sorgen für eine automatische Nivellierung – der Wagen richtet sich sozusagen sebstständig waagerecht aus. Im Inneren gibt es einen Beamer, der für perfekte Fernsehabende sorgt. Als Projektionsfläche dient die Glasschiebetür im Heck. Zentralverriegelung, Bedienung per App, alles, was technisch machbar ist, wurde ausprobiert. Heraus gekommen ist ein hoch technisiertes, hypermodernes Gefährt, welches die Diskussion um Wohnwagen-Camping anregen kann und soll. Im Wohnwagen-Forum ist es bereits angekommen.
Schickes Design, schicker Wagen. Wenn Knaus Tabbert den Wagen zum Probe wohnen zur Verfügung stellen würde, meine Bewerbung wäre dabei. Es müsste dann auch das passende Zugfahrzeug mit ausgegeben werden, da der Hänger wohl etwas schwerer sein wird und mein C5 das wahrscheinlich nicht schaffen wird.

Ausführliche Infos über die Wohnwagen-Studie gibt es bei www.facebook.com/caravisio (auch ohne Anmeldung) sowie auf dem youtube-Kanal von Knaus Tabbert. Und hier ein paar Berichte über den Caravisio:

Spiegel online-Artikel / Spiegel online-Fotostrecke / Motorzeitung

Der Caravisio vor dem Schloß Bensberg.

Der Caravisio vor dem Schloß Bensberg.

Merken

Romotow – eine Idee erblickt das Licht der Welt

Auflieger-Wohnwagen der Romotow-Serie.

Auflieger-Wohnwagen der Romotow-Serie.

Romotow als Wohnanhänger für die normale ANhängerkupplung.

Romotow als Wohnanhänger für die normale Anhängerkupplung.

Aus Neuseeland kommen zwei Architekten, die eine Idee für einen neuen Wohnwagen haben. Im Dezember 2012 haben sie diese veröffentlicht: Der Romotow erblickt das Licht der Welt. Romotow – das steht für „Room to move“, ein neues Raumkonzept mit einem ausfahr- und drehbaren Wohnraum.

Aber der Romotow soll nach Aussagen der Erfinder nicht auf das reine Wohnen begrenzt sein. Auch als Cafe auf Zeit, als Promotion-Bühne, als Wochenendhaus oder Ähnliches soll er nutzbar sein. Schneller Aufbau, viel Fläche und ein gutes Wohngefühl – das sind nur einige Attribute, mit denen der neue Wagen belegt wird. Allerdings, und das ist der Haken, – es ist nur eine Studie.

open_4

Romotow in gedrehtem Zustand

In Amerika ist das Design seit Oktober 2013 mit einem Patent geschützt. Aktuell sind die beiden „Erfinder“ auf der Suche nach Finanziers und einem Wohnwagenbauer, der an einem Prototyp interessiert ist. Ein erster Schritt ist die Verstärkung des Teams mit dem Designer Nic DeMey, der aus dem Schiffsbau kommt und sich mit Verbundwerkstoffen gut auskennt.

Es gibt auch viele kritische Stimmen, ob sich so etwas überhaupt realisieren lässt und das Ganze nicht viel zu schwer wird (siehe dazu die Kommentare im Spiegel online-Beitrag). Aber – der Wagen sieht gut aus und mir gefällt’s.

Also – alles Gute für die Realisierung und viel Erfolg.

Hier findet ihr den Romotow: www.romotow.com

Und hier findet ihr das Video dazu:

Merken